René Telemann

Das VAKOG Modell

(visuell – auditiv – kinästhetisch – olfaktorisch – gustatorisch)

Als zentrale Grundannahme der Wahrnehmung gilt, dass innere Vorgänge und innere Wahrnehmung des Menschen gleichgesetzt werden und dass zur Diagnose psychologischer Störungen die Befunde aus einer Befragung des Klienten verwendet werden. Dem liegt folgende Annahme zugrunde:

V Visuell (mit dem Sehsinn, d. h. mit den Augen)

A Auditiv (mit dem Hörsinn, d. h. mit den Ohren)

K Kinästhetisch (spüren, d. h. mit allen Teilen seines Körpers)

O Olfaktorisch (mit dem Geruchssinn, d. h. mit der Nase)

G Gustatorisch (mit dem Geschmackssinn, d. h. mit dem Gaumen)
Die fünf Kommunikationskanäle werden mit VAKOG abgekürzt („visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch“). In der Regel werden ein oder zwei Sinneskanäle bevorzugt verwendet. Hierbei handelt es sich häufig um visuelle und akustische oder kinästhetische und visuelle Repräsentationen. Durchschnittlich erreichen uns pro Sekunde ca. 12 Millionen Bits an Eindrücken über die Sinneskanäle, davon sind:

Visuell: ca. 10 Millionen

Auditiv: ca. 1 Million

Kinästhetisch: mehrere 100.000

Olfaktorisch: mehrere 100.000

Gustatorisch: mehrere 100.000

Die Theorie der Lerntypen basiert auf dieser Einteilung. Die Prägung („Lerntyp“) hat Auswirkungen darauf, wie viel Information bei einer Ansprache ankommt bzw. verloren geht. Klänge (z. B. Wörter), Bilder, Gerüche, Geschmacksempfindungen oder Gesten sind bei Menschen durch die Erfahrung miteinander verknüpft. So kann der Klang einer bestimmten Türklingel beispielsweise mit Erinnerungen an ein damit verbundenes Ereignis verknüpft sein, welches schon lange zurückliegt. Die vorgegebene Prägung als Lerntyp bedarf der Ergänzung durch spezifische Lernstrategien.
Oftmals wird VAKOG klein abgetan, da es doch logisch sei. Das stimmt auch – jedoch hat das VAKOG-Modell viel mehr zu bieten als man denkt! Egal in welchen Bereichen des Lebens, ob in der Kommunikation, Rhetorik, zwischenmenschlichen Beziehungen, Seminargestaltung, das setzten von Ankern im Seminar: Überall kann man, und sollte man auch, mit VAKOG arbeiten. Je mehr Sinneskanäle man anspricht, desto größer wird auch der Erfolg der Präsentation, des Vorstellungsgesprächs oder des Seminars sein!

 

ÜBUNG: WELCHER TYP BIST DU?

 

Setze dich mit einem Freund oder einer Freundin zusammen und bitte dein Gegenüber, dir fünf Minuten lang über den letzten, richtig schönen Urlaub zu erzählen. Er oder sie soll dabei eine möglichst „lebendige“ Sprache benutzen. Während der Erzählung schreibst du mit, welche Sinneskanäle aus dem VAKOG und wie oft diese verwendet werden. Nun tauscht ihr die Rollen. Konzentriere dich in der Rolle des Erzählers noch nicht darauf, welche Worte du genau verwendest, leg mehr Wert auf den Inhalt der Geschichte.

 

 

Quellen:

http://www.shaxmax.at/itwo/trainerwiki/index.php?title=VAKOG
http://www.zhi.at/news/das-vakog-modell

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