René Telemann

Übungsreihe Kommunikation (17)

Ihr Übung-Programm für jeden Tag (17),

Die Stadien des Lernens oder wie man sich selbst motivieren kann

Manchmal ist es zur dauerhaften Selbst-Motivation einfach gut, wenn man etwas weiß, das einen durchhalten lässt.
Hier können „Die 4 Stufen des Lernens“ ganz nützlich sein.

Die vier Stufen lauten:

  • Unbewusste Inkompetenz
  • Bewusste Inkompetenz
  • Bewusste Kompetenz
  • Unbewusste Kompetenz

Egal, ob Sie ein Musikinstrument lernen, eine Sport- oder Bewegungsart oder eine Kompetenz in Ihrem Arbeitsbereich: Diese vier Stufen müssen Sie durchlaufen, bevor sie wahre Meisterschaft erlangen.

Ein Beispiel aus meiner Jugend: Als Jugendlicher bin ich oft im Auto meines Vaters auf dem Beifahrersitz mitgefahren. Und wahrscheinlich ebenso oft dachte ich: „Eh, Alter – fahr doch mal flotter. Über hol doch den Schnarchzapfen…“ usw. Mir war nicht klar, dass ich selbst überhaupt nicht fahren konnte (= unbewusste Inkompetenz).

Wahrscheinlich habe ich irgendwann etwas zu laut gedacht (auf dem Beifahrersitz), denn plötzlich waren wir auf einem einsamen Feldweg. Mein Vater ließ den Motor laufen, stieg aus, ging ums Auto rum zu meiner Beifahrertür, öffnete die und meinte: „Rutsch rüber!“ Ups! Zum ersten Mal in meinem Leben war ich auf dem Fahrersitz. „Fahr los“, meinte mein Vater – worauf ich gleich mal den Motor abwürgte. Nach zig Fehlversuchen gab ich auf. Mir wurde schmerzlich bewusst, dass ich noch nicht Auto fahren konnte (=bewusste Inkompetenz).

Irgendwann machte ich Fahrschule. Ich machte alles ganz gewissenhaft, lernte, die Handbremse zu lösen und gleichzeitig die Kupplung kommen zu lassen usw. Ich konnte – wenn ich mich darauf konzentrierte – Auto fahren! (= bewusste Kompetenz).

Tja, und heute fahre ich rund 60.000 Kilometer im Jahr Auto, esse dabei eine Banane, telefoniere über die Freisprecheinrichtung und frage mich manchmal: „Wer fährt da eigentlich?“. Das ist dann die unbewusste Kompetenz.

Also, das nächste Mal, wenn Sie etwas Neues lernen und insgeheim denken: „Das lerne ich doch nie!“, dann erinnern Sie sich an die vier Stufen des Lernens.

Überlegen Sie sich mal, wo Sie Meister in Ihrem Leben sind?
Und wo stehen Sie noch ganz am Anfang?

Bleiben Sie dran bis zur nächsten Stufe. Es lohnt sich.

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