
In meinem Job dreht sich vieles um IT, Digitalisierung und Sicherheit.
Aber mir ist wichtig, dass Wissen nicht nur in Projekten landet, sondern auch direkt etwas für Menschen bewirkt. Deshalb unterstütze ich privat den gemeinnützigen Verein Wear-Share e. V. ein Projekt, das alte Gewohnheiten im Umgang mit Kleidung völlig neu denkt.
Altkleidercontainer?
Bequem aber keine Lösung.
Viele kennen nur die Container an der Straßenecke. Doch was dort eingeworfen wird, landet oft nicht wieder in einem Kleiderschrank, sondern im Export, in der Verbrennung oder wird minderwertig recycelt.
Seit 2025 sorgt die neue EU-Richtlinie zusätzlich für Unsicherheit:
Tragbare Kleidung darf nicht mehr in den Restmüll.Kaputte Kleidung darf aber nach wie vor in die Tonne.
Das wissen viele nicht und so wandert inzwischen alles in Container, egal ob brauchbar oder unbrauchbar.
Ergebnis: verstopfte Sammelstellen, viel Frust, wenig Wirkung.
Die Alternative: Offene Tausch-Schränke
Wear-Share setzt hier an. Wir stellen offene Kleiderschränke auf, die von Paten vor Ort betreut werden.
Dort kann jeder Kleidung bringen oder mitnehmen lokal, fair, transparent.
Damit machen wir Kreislaufwirtschaft greifbar direkt in der Nachbarschaft.
Smarte Technik, einfach gedacht
Viele denken: „Oh Gott, Sensorik, das ist bestimmt kompliziert.“
Ist es aber nicht. Unsere Schränke haben:
Türsensoren, die zählen, wann ein Schrank geöffnet wird.Radar und Ultraschall Sensoren, die anonym Bewegungen erkennen.
Das Ganze läuft ohne personenbezogene Daten. Es geht nur darum:
Wie oft wird der Schrank genutzt?
Wie viel Kleidung geht hinein und hinaus?
Daraus entwickeln wir den Wear-Share Nachhaltigkeitsindex (WSNI).
Der zeigt u. a.:
wie viele Neukäufe vermieden wurden,wie viel Wasser & CO₂ eingespart wurde,wie stark die Community vor Ort mitmacht.
Klingt technisch ist aber simpel, wenn man’s runterbricht.
Mehr als Kleidung: Freifunk & digitale Teilhabe
An vielen Standorten haben wir zusätzlich Freifunk-Router verbaut.
So wird der Schrank nicht nur Tauschpunkt für Kleidung, sondern auch Ort für freies WLAN. Nachhaltigkeit + digitale Teilhabe zwei Dinge, die wunderbar zusammenpassen.
Warum ich das mache
Ich bin überzeugt: Wirkung entsteht, wenn man Expertise teilt.
Für mich heißt das:
mein Know-how in ein gemeinnütziges Projekt einbringen,Technik einfach erklären und umsetzen,sozialen Impact messbar machen, ohne Menschen zu überwachen.
Wear-Share ist für mich mehr als ein Projekt es ist ein Beispiel dafür, wie Technologie, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft ineinandergreifen können.
Dein Part
Vielleicht betreust du bald selbst einen Schrank als PateVielleicht stellst du als Unternehmen oder Kommune einen Standort.Oder du unterstützt den Verein als Mitglied.
Mehr Infos: wear-share.de
Am Ende geht’s um einen simplen Gedanken:
Jedes Kleidungsstück, das nicht im Container landet, sondern von jemand anderem weitergetragen wird, ist ein kleiner Sieg für Umwelt und Gesellschaft.
Jetzt die Frage an dich:
Wo siehst du die Chancen und Grenzen von Technologie in sozialen Initiativen?
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